Betriebs- und Heizkostenabrechnung 2017

Anfang November wurde den Mitgliedern und Mietern der Genossenschaft die Abrechnung der Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung für den Abrechnungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2017 zugestellt.

Die Summe der für den genannten Zeitraum abgerechneten Kosten beläuft sich auf insgesamt 5.096,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.027,2 Tsd. Euro). Der Anstieg der Gesamtkosten im Vergleich zum Vorjahr fiel mit rund 69,1 Tsd. Euro bzw. 1,4 Prozent moderat aus.

Im Einzelnen zeigt sich, dass die sogenannten kalten Betriebskosten, welche im Abrechnungszeitraum 2017 im Wesentlichen durch Prämien- und Preisanpassungen im Bereich der Gebäudeversicherung und der Müllabfuhr sowie Straßenreinigung beeinflusst wurden, um 1,2 Prozent angestiegen sind. Die Kosten der Wärmeversorgung haben sich im Vergleich zum Abrechnungszeitraum absolut um 1,8 Prozent erhöht.  Auf Grund der Tatsache, dass die Durchschnittstemperaturen im Vergleich zu 2016 nahezu identisch waren und sich daher bestandsübergreifend klimatisch bedingte Verbrauchs- und somit auch Kostenschwankungen im Rahmen hielten, ist diese Entwicklung insbesondere auf den erstmaligen Anschluss einzelner Wohngebäude an eine zentrale Wärmeversorgung bzw. deren Vollauswirkung sowie die Erbringung bzw. den Wegfall turnusmäßiger Leistungen, wie z. B. der Speicherinnenrevision oder der Legionellen zurückzuführen.

Die langfristige Betrachtung der Entwicklung der Betriebskosten und Kosten der Wärmversorgung zeigt, dass sich der Abrechnungszeitraum 2017 kostenseitig in die Ergebnisse der Vorjahre einordnet. Bestandsübergreifend hat die Genossenschaft Betriebskosten- und Kosten der Wärmeversorgung in Höhe von durchschnittlich 2,05 €/m²-Wohnfläche abgerechnet und liegt damit unter dem Niveau der Vergleichswerte des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., welcher für den gleichen Abrechnungszeitraum für seine Mitglieder in Berlin (Ost) einen Wert in Höhe von 2,28 €/m²-Wohnfläche ausweist.

Im Ergebnis der im Vorfeld der Abrechnung erfolgten Gegenüberstellung der mit den Mitgliedern vereinbarten Vorauszahlungen auf Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung zu den für den Abrechnungszeitraum 2017 angefallenen Kosten zeigte sich, dass diese nach wie vor grundsätzlich kostendeckend kalkuliert sind und daher keine umfangreichen Anpassungen seitens der Genossenschaft notwendig waren. Mögliche Anpassungen auf Grundlage individueller Abrechnungsergebnisse werden hiervon jedoch nicht ausgenommen.

Die Entwicklung der Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung wird neben hohen Investitionen in energetische Modernisierungsmaßnahmen und Neubau, dem Aushandeln von langfristigen, Planungssicherheit schaffenden Rahmenverträgen für Heizenergie-, Strom und anderen betriebskostenrelevanten Leistungen auch maßgeblich durch das sparsame Verbrauchsverhalten der Mitglieder der Genossenschaft beeinflusst.

Dies zeigt sich vor allem an den verbrauchsabhängigen Kosten der Wassserver- und Entsorgung sowie den Kosten der Wärmeversorgung, welche im Jahr 2017 einen Anteil an den Gesamtkosten in Höhe von 56 Prozent einnahmen.

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