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Infos & News

Entwicklung der Betriebskosten 2022

Analog zu den Vorjahren informieren wir Sie an dieser Stelle kurz über wesentliche eingetretene betriebskostenrelevante Preis- und Tarifänderungen aus dem Bereich der Ver- und Entsorgungsleistungen, die regelmäßig einen Anteil von rund 60 % der insgesamt abzurechnenden Betriebs- und Heizkosten einnehmen und damit wesentlich das Abrechnungsjahr 2022 und darauf folgende Abrechnungsperioden beeinflussen.

Stromkosten
Der für eine Laufzeit von zwei Jahren mit der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH geschlossene Stromlieferungsvertrag sichert der Genossenschaft noch bis zum Jahresende stabile Arbeits- und Grundpreise. Rund 80 % des Arbeitspreises begründen sich durch Steuern, Abgaben für Netznutzung oder Umlagen, z. B. nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auf Grund stark steigender Energiekosten und somit zur teilweisen Entlastung der Verbraucher wurde die sogenannte EEG-Umlage in Höhe von zuletzt 3,72 Cent pro Kilowattstunde, früher als im Koalitions­vertrag vorgesehen, zum 1. Juli 2022 von der Bundesregierung auf 0,00 Cent pro Kilowattstunde abgesenkt. Ab Januar 2023 entfällt die Umlage dauerhaft.

Fernwärme
Mit Wirkung ab 1. Juli 2021 ist ein neuer Fernwärmelieferungsvertrag mit der Vattenfall Wärme AG in Kraft getreten. Die nunmehr geltenden Preise und Konditionen wurden hierbei durch den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) für eine über den Verband organisierte Einkaufsgemeinschaft verhandelt. Auf Grundlage bestehender Preisgleitklauseln erhöhte sich der Grundpreis im Tarif Stadtwärme Klassik Plus im Vergleich zum Vorjahr per 1. April 2022 um 1,2 %. Der Arbeitspreis erhöhte sich im Rahmen quartalsweiser Anpassungen zum 1. Januar und 1. April 2022 jeweils um 24,5 % bzw. 29,3 %.

Erdgas
Der bestehende Erdgaslieferungsvertrag mit der GASAG sieht eine Festschreibung von Arbeits- und Grundpreis noch bis 31. Dezember 2023 vor, was eine relative Stabilität des Versorgerpreises gewährleistet. Änderungen sind derzeit nur in den weiteren Preis­bestandteilen möglich.

BHKW
Die im Bestand der Genossenschaft befindlichen Blockheizkraftwerke (BHKW) werden auf Grundlage entsprechender Contractingverträge von der Berliner Energieagentur GmbH betrieben. Die jährliche Anpassung von Arbeits- und Grundpreis erfolgt hier über vertraglich vereinbarte Preisgleitklauseln. Die BHKWs werden mit Erdgas versorgt.

Grundsätzlich erhöhend wirkt die seit 1. Januar 2021 von der Bundesregierung auf die Bereiche Verkehr und Gebäude ausgeweitete CO2-Bepreisung. Diese sieht eine schrittweise Erhöhung des Preises pro Tonne CO2 von 25 €
in 2021 auf bis zu 55 € im Jahr 2025 vor.

Wasserver- und -entsorgung
Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) haben im Amtsblatt Nr. 58 vom 30. Dezember 2021 ihre ab 1. Januar 2022 geltenden Gebühren für Trink- , Schmutz-, Niederschlagswasser u. a. veröffentlicht. Der Vergleich zu den bis 31. Dezember 2021 geltenden Tarifen zeigt, dass bei unveränderter Trinkwassergebühr (1,694 €/ m³) die Schmutzwassergebühr von 2,210 €/m³ auf 2,155 €/m³ gesenkt wurde. Die Gebühr für Niederschlagswasser steigt von 1,797 €/m²/Jahr auf 1,809 €/m²/Jahr.

Müllabfuhr und Straßenreinigung
Die mit Amtsblatt Nr. 55 vom 30. Dezember 2020 für den Zeitraum von zwei Jahren veröffentlichten Gebühren und Leistungsbedingungen der Berliner Stadtreinigung (BSR) haben auch im Abrechnungszeitraum 2022 Bestand.
Die Genossenschaft hat es in den vergangenen Jahren, auch unterstützt durch das bewusste Verbrauchsverhalten der Mitglieder, geschafft, u. a. durch fortschreitende energetische Modernisierung, Anlagenoptimierung, Vertragsgestaltung mit Versorgern und Neubau die Kosten über Jahre auf einem vergleichsweise konstant niedrigem Niveau zu halten.

⇒  Auf Grund der aktuellen Entwicklungen auf den Energiemärkten für Brennstoffe wie Erdgas oder Kohle und die steigenden Preise beim Emissionshandel ist nunmehr davon auszugehen, dass aus künftigen Betriebs- und Heizkostenabrechnungen Nachzahlungen resultieren werden. Wir empfehlen Ihnen, sich hierauf rechtzeitig einzustellen und, wenn möglich, Rücklagen zu bilden.

Die Genossenschaft wird mit der Abrechnung der Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung für den Abrechnungszeitraum 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021, die Sie wie gewohnt Ende Oktober erhalten werden, in Abhängigkeit vom Energieträger, umfangreiche Anpassungen der Vorauszahlungen auf die Kosten der Wärmeversorgung in Höhe von 25 % bis 40 % vornehmen.

Wir bieten Ihnen darüber hinaus an, Ihre Vorauszahlungen schon jetzt kurzfristig individuell anzupassen. Bitte wenden Sie sich hierzu an die Mitarbeiter des
Bereichs Miete/Betriebskosten.

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