Bauprojekte im Jahr 2026

Die Bautätigkeiten in diesem Jahr sind ausgerichtet auf eine nachhaltige Pflege und Weiterentwicklung des genossenschaftlichen Wohnungsbestandes. Ziel ist es den Wohnungsbestand an die steigenden gesetzlichen Vorgaben der Klima- und Energiepolitik (u. a. Gebäude-Energie-Gesetz) anzupassen und somit Energie einzusparen.

Hadlichstraße 21, 21 a–23 a

Dachgeschossaufstockung
Mit dem zweiten Bauabschnitt des Gesamtprojektes Hadlichstraße 21, 21 a – 23 a, der zweigeschossigen Dachauf­stockung inklusive Anbau von Aufzügen an den Wohngebäuden, wurde am 4. März 2024 begonnen. Durch die Dachgeschossaufstockung entstanden insgesamt 22 barrierefrei erreichbare Wohneinheiten. Mit dem nachträglichen Anbau der Aufzugsanlagen je Aufgang sind auch 30 Bestandswohnungen barrierefrei erschlossen.
 

Baufortschritt

Die Baumaßnahmen der Aufzugstürme wurden für das Haus Hadlichstraße 21a–23a Anfang Juli 2026 vollständig abgeschlossen. Mit der Fertigstellung des Aufzugs für das Gebäude in der Hadlichstraße 21 wird für Ende Juli 2026 gerechnet. Aufgrund der baulichen Besonderheit des Aufzugsturms – dem barrierefreien Zugang direkt in die Wohnungen – sind für die TÜV-Abnahme zahlreiche Auflagen zu erfüllen, bevor der Aufzug in Betrieb genommen werden darf. Unter anderem zählt hierzu die Gewährleistung einer Zugangsregelung zu den Podestplatten im Falle einer Personenrettung. Diese notwendigen Unterlagen wurden bereits für die ersten drei Aufzugstürme in den Aufgängen der Hadlichstraße 23a, 23 und 22a vollständig eingereicht, so dass für die vorgenannten Aufzugsanlagen mit einer TÜV-Abnahme und einer Inbetriebnahme im Juli/August 2026 gerechnet werden kann. Für die Aufzugsanlagen in den Aufgängen der 22, 21a und 21 werden derzeit die notwendigen Unterlagen für die Terminierung der TÜV-Abnahme erarbeitet. Für diese Aufgänge ist aktuell von einer TÜV-Abnahme im August/September 2026 auszugehen. 

Weitere Baumaßnahmen

Maßnahmen zur Einsparung von Energie bzw. zur Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Klimaschutzziele 
 
Inergetische Modernisierung Baumbachstraße 8/9 – Eschengraben 36/38
Hier wurde die Wärmeversorgung zentralisiert und zur Nutzung von regenerativen Energien neben dem Einsatz von Solarthermieanlagen auch eine Abwasserwärmepumpe installiert. Zum ressourcenschonenden Umgang mit Trinkwasser sowie zur Reduzierung der kalten Betriebskosten wurde erstmalig der Einbau einer Grauwasseranlage in einem Bestandsgebäude der Genossenschaft realisiert. Zusätzlich wurde die Anlage auch mit einer Regenwasser­zisterne ausgestattet. Diese kann bis zu 20.000 Liter an Wasser zwischen­speichern, bis dieses ebenfalls durch die Grauwasseranlage aufbereitet wird. Das daraus entstehende Betriebswasser wird für die Toilettenspülung und die Hofbewässerung genutzt. Durch die Automatisierung der Hofbewässerung trägt diese Technik ressourcenschonend zur Aufwertung des Mikroklimas und der Wohnqualität vor Ort bei. 

 
Zuletzt wurde die Zisterne eingebracht und mit dem entsprechenden Leitungsnetz verbunden. Mit der Inbetriebnahme der Grauwasseranlage wurde im Juni 2026 begonnen. Bevor durch die Grauwasseranlage aufbereitetes Betriebswasser in das Gebäude gespeist werden kann, müssen sich die notwendigen Bioorganismen bilden, die u. a. für die Aufbereitung des Grauwassers verantwortlich sind. Dementsprechend ist mit einer finalen Inbetriebnahme der Betriebswasserversorgung des Gebäudes im Juli 2026 zu rechnen. 
 

Im Wohnumfeld konnten bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu gehören unter anderem die Erneuerung der straßenseitigen Zuwegung im Eschengraben 36, 38, die Errichtung der ersten Fahrradanlehnbügel und die Montage der Zaunanlage. Für Juli und August 2026 wird die Fertigstellung der Terrassen im Erdgeschoss der Baumbachstraße 8, 9 geplant. Anschließend werden sämt­liche Wege im Hof erneuert und ein Spielplatz errichtet..

Anschluss Fernwärme Prenzlauer Promenade

Die Wohngebäude in der Prenzlauer Promenade 155–159 werden seit März 2026 vollständig mittels Fernwärme versorgt. Für die Wohngebäude in der Prenzlauer Promenade 163–166 konnten die notwendigen Erschließungsarbeiten auf dem Grundstück der Genossenschaft bereits im II. Quartal 2026 vollständig abgeschlossen werden. Der Zeitpunkt der Umstellung der Wärmeversorgung für die vorgenannten Gebäude hängt stark von der Lieferung der notwendigen Module ab. Aktuell gehen wir daher von einer Umstellung der Wärmeversorgung auf Fernwärme nach Beendigung der Heiz­periode 2026/2027 aus.

Talstraße 19–21
Das Gebäude, welches aktuell dezentral durch Gasetagenheizungen, Öfen oder Gaseinzelheizer beheizt wird, erhält eine moderne und klimaschonende Wärmeversorgung mittels einer zentralen Hybridheizungsanlage, bestehend aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, einer Solarthermieanlage und einer Gasbrennwerttherme. Zudem wird es mit einem Wärmedämmverbundsystem, einer dezentralen Lüftungsanlage mittels Wärmerückgewinnung und einer Kellereckendämmung energetisch aufgewertet.

Fahrradunterstände
Im Ergebnis der 2025 durchgeführten Mitgliederbefragung wurden im Jahr 2026 insgesamt 4 abschließbare Fahrradunterstände errichtet. Die Ausführung erfolgte bedarfsgerecht an den Stand­orten Karower Chaussee 201–229, Brennerstraße 76–78 b, Talstraße 19–21 und Mendelstraße 46–52. Hierbei umfasst jeder Unterstand eine Kapazität von 19 Fahrrädern und einem Lastenrad.

EWG Pilotprojekt ist Bestandteil des Reallabors IWIQ

Angesichts steigender Anforderungen an den nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen gewinnt die Wiederverwendung von Wasser im Gebäudebereich zunehmend an Bedeutung. Eine wichtige Möglichkeit zur Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs stellt dabei das Grauwasserrecycling dar.
 

Logo Berlin-Reallabore IWIQ-Reallabor

 

Blumenwiesen

2021 haben wir das erste Mal Teilflächen der genossenschaftlichen Grünanlagen als „Wiesen für Insekten“ wachsen lassen. Neben den vielen positiven Rückmeldungen dazu gab es vereinzelte Stimmen, die sich über die vermeintlich schlechte Pflege des Rasens beschwerten. Nach entsprechender Information konnten Vorbehalte überwiegend ausgeräumt werden. Es dauert natürlich, bis sich die Natur wieder ausbreitet; hierfür bitten wir alle Anwohner um etwas Geduld.