Bauprojekte im Jahr 2026

Die Bautätigkeiten in diesem Jahr sind ausgerichtet auf Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Weiterentwicklung des genossenschaftlichen Wohnungsbestandes. Ziel ist es den Wohnungsbestand an die steigenden gesetzlichen Vorgaben der Klima- und Energiepolitik (u. a. Gebäude-Energie-Gesetz) anzupassen und somit Energie einzusparen.

Hadlichstraße 21, 21 a–23 a

Dachgeschossaufstockung
Mit dem zweiten Bauabschnitt des Gesamtprojektes Hadlichstraße 21, 21 a – 23 a, der zweigeschossigen Dachauf­stockung inklusive Anbau von Aufzügen an den Wohngebäuden, wurde am 4. März 2024 begonnen. Durch die Dachgeschossaufstockung entstanden insgesamt 22 barrierefrei erreichbare Wohneinheiten. Mit dem nachträglichen Anbau der Aufzugsanlagen je Aufgang sind auch 30 Bestandswohnungen barrierefrei erschlossen.
 

Baufortschritt

Alle Aufzugstürme sind bauseitig fertig­gestellt und abgerüstet. Aufgrund der baulich besonderen Situation der Aufzüge gestaltet sich die Fertigstellung der Aufzugstechnik komplizierter als erwartet. Zudem hatte die Aufzugsfirma im Sommer erhebliche Kapazitätsengpässe, die zusätzlich noch zu zeitlichen Verzöger­ungen im Bauablauf führten. Erfreulicherweise konnten die ersten drei Aufzugs­türme Hadlichstraße 23a, 23 und 22a ab dem 22. September 2026 einer EU-Konformitätsprüfung unterzogen werden. Diese Prüfung ist Voraussetzung für die Zulassung und erstmalige Inbetriebnahme durch den TÜV. Sobald die Aufzugstechnik der verbleibenden drei Türme vollständig fertiggestellt ist, wird auch hier die Konformitätserklärung und ansch­lie­ßend die TÜV-Abnahme erfolgen.

Im Hof der Hadlichstraße 21a–23a
konnte zwischenzeitlich ein erheblicher Baufortschritt verzeichnet werden. Unter anderem wurden die hofseitige Zuwegung der Aufzugsanlagen fertiggestellt, neue Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen und Versickerungsanlagen für das Regenwasser von den Aufzugsdächern eingebracht. Im September wurde zudem mit der Verlegung der Elektroleitungen für die Außenbeleuchtung und mit der Errichtung des abschließbaren Fahrradhauses am Giebel der Haus-Nr. 23a begonnen. Die avisierte Pflanzung von weiteren Hecken und Sträuchern hängt vom Lieferzeitpunkt der Spielgeräte ab, sodass hierfür noch kein konkreter Zeitpunkt genannt werden kann.

In einem Beteiligungsverfahren wurden alle dort wohnenden Mitglieder in die Spielplatzgestaltung einbezogen. Die ausgewählten Spielgeräte werden unter Berücksichtigung der Lieferzeit voraussichtlich Ende 2026/Anfang 2027 aufgebaut.

Neubau Hadlichstraße 21 b–k „EWG-Höfe“

Erfreulicherweise konnte am 14. September 2026 mit dem Voraushub/Erdarbeiten zur Errichtung der drei neuen Baukörper im Innenhof der Hadlichstraße begonnen werden. Insgesamt werden 23 Wohneinheiten errichtet, davon 7 Reihenhauswohneinheiten in zwei Baukörpern.

Der für die Baumaßnahmen erforderliche Turmdrehkran wurde am 24. September 2026 aufgestellt. Gegenwärtig werden sämtliche Leitungen auf dem Grundstück zur Erschließung der neuen Baukörper verlegt und in die Bodenplatten integriert.

In Abhängigkeit von der Witterung erfolgen die Rohbaumaßnahmen für die beiden Reihenhauszeilen voraussichtlich bis Mitte 2027. Die Erd- und Rohbaumaßnahmen für den dritten Baukörper (Geschosswohnungsbau) erfolgen zeitlich versetzt.

Kranaufstellung für den Neubau

Weitere Baumaßnahmen

Maßnahmen zur Einsparung von Energie bzw. zur Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Klimaschutzziele 
 
Inergetische Modernisierung Baumbachstraße 8/9 – Eschengraben 36/38
Hier wurde die Wärmeversorgung zentralisiert und zur Nutzung von regenerativen Energien neben dem Einsatz von Solarthermieanlagen auch eine Abwasserwärmepumpe installiert. Zur Reduzierung der kalten Betriebskosten wurde erstmalig der Einbau einer Grauwasseranlage in einem Bestandsgebäude der Genossenschaft realisiert. Zusätzlich wurde die Anlage auch mit einer Regenwasser­zisterne ausgestattet. Diese kann bis zu 20.000 Liter an Wasser zwischen­speichern, bis dieses ebenfalls durch die Grauwasseranlage aufbereitet wird. Das daraus entstehende Betriebswasser wird für die Toilettenspülung und die Hofbewässerung genutzt. Durch die Automatisierung der Hofbewässerung trägt diese Technik zur Aufwertung des Mikroklimas und der Wohnqualität vor Ort bei. 

 
Die Grauwasserrecyclinganlage in der Baumbachstraße 9 konnte Ende August 2026 erfolgreich in Betrieb genommen werden. Auch die notwendigen Mikroorganismen zur Aufbereitung des leicht verschmutzten Abwassers haben sich zwischenzeitlich gebildet, sodass in den nächsten Tagen die Umstellung der Versorgung erfolgt. Das aufbereitete Grauwasser, sog. Betriebswasser, wird sowohl für die Toilettenspülung in den Wohnungen als auch für die automatisierte Bewässerung des Grundstücks genutzt. Dies gilt auch für das in der Zisterne zwischengespeicherte Regenwasser. Durch die Inbetriebnahme dieser Anlage wird Trinkwasser gespart.
 
Zwischenzeitlich konnten auch hier die Baumaßnahmen im Wohnumfeld weit 
voranschreiten. Die von den dort wohnenden Mitgliedern ausgewählten Spielgeräte wurden Mitte September geliefert und eingebaut. Auch die Wege, Sitzmöglichkeiten und Terrassen im Erdgeschoss der Baumbachstraße 8, 9 konnten zwischenzeitlich vollständig fertiggestellt werden. 
 
Im Oktober/November 2026 erfolgt neben der Errichtung von überdachten Fahrradabstellplätzen auch die Errichtung des Müllplatzes und die Pflanzung weiterer 
unterschiedlicher Hecken und Sträucher. 
 

Anschluss Fernwärme Prenzlauer Promenade

Prenzlauer Promenade 155–166

Die notwendigen Heizungs- und Warmwassermodule, die die Übergabe der Fernwärme in das Gebäudenetz regeln, sind durch das beauftragte Heizungsbauunternehmen beim Hersteller „YADOS“ bestellt. Aufgrund der unterschiedlichen Lieferzeiten ist zunächst der Anschluss der Heizungsmodule in allen Heizzentralen der Prenzlauer Promenade 163–166 geplant, der in Abhängigkeit von der Witterung Anfang November 2026 erfolgt. Nach der Lieferung der Warmwasser­module ist die vollständige Umstellung der Wärme- und Warmwasserversorgung auf Fernwärme abgeschlossen. Im Anschluss werden die alten Gasbrennwertkessel demontiert und entsorgt. 

Für die bereits angeschlossenen Gebäude in der Prenzlauer Promenade 155–159 konnten erfolgreich staatliche Fördermittel in Form eines Baukostenzuschusses in Höhe von rd. 30 % der Baukosten abgerechnet werden. 

Talstraße 19–21
Das Gebäude, welches aktuell dezentral durch Gasetagenheizungen, Öfen oder Gaseinzelheizer beheizt wird, erhält eine moderne Wärmeversorgung mittels einer zentralen Hybridheizungsanlage, bestehend aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, einer Solarthermieanlage und einer Gasbrennwerttherme. Zudem wird es mit einem Wärmedämmverbundsystem, einer dezentralen Lüftungsanlage mittels Wärmerückgewinnung und einer Kellereckendämmung energetisch aufgewertet.

Für die Zentralisierung der Wärmeversorgung des Wohngebäudes konnten bereits sämtliche Wohnungen durch Heizungsstränge mit der Heizzentrale verbunden werden. Auch die provisorische Inbetriebnahme der Heizzentrale ist bereits erfolgt, sodass insbesondere die Warmwasserversorgung gewährleistet ist. Die aktuell vorhandene Gasbrennwerttherme wird durch eine noch zu errichtende Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Solarthermieanlage unterstützt, sodass künftig die Wärmebereitstellung vorrangig durch erneuerbare Energiequellen erfolgt. 

Auch Maßnahmen zur Erhöhung der individuellen Wohnqualität konnten zwischenzeitlich vorangetrieben werden. Bisher konnten alle 29 neuen Balkontüren in Wohnungen, die bisher über keinen Balkon verfügten, montiert werden. Nach Fertigstellung der Fassadendämmarbeiten werden die neuen Balkone in Aluminium–Leichtbauweise an das Gebäude angehängt. 

Zur Erreichung der Energieeffizienzklasse „A“ und der Effizienzhausstufe 85 tragen auch die dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bei. Durch die energetische Modernisierung des Wohngebäudes werden jährlich rund 9,7 t CO2 eingespart. Dies entspricht der Aufnahmefähigkeit von rd. 1 Hektar Waldfläche.

Fahrradunterstände
Im Ergebnis der 2025 durchgeführten Mitgliederbefragung wurden im Jahr 2026 insgesamt 4 abschließbare Fahrradunterstände errichtet. Die Ausführung erfolgte bedarfsgerecht an den Stand­orten Karower Chaussee 201–229, Brennerstraße 76–78 b, Talstraße 19–21 und Mendelstraße 46–52. Hierbei umfasst jeder Unterstand eine Kapazität von 19 Fahrrädern und einem Lastenrad.

EWG Pilotprojekt ist Bestandteil des Reallabors IWIQ

Angesichts steigender Anforderungen an den nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen gewinnt die Wiederverwendung von Wasser im Gebäudebereich zunehmend an Bedeutung. Eine wichtige Möglichkeit zur Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs stellt dabei das Grauwasserrecycling dar.
 

Logo Berlin-Reallabore IWIQ-Reallabor

 

Blumenwiesen/Insektenhotels

2021 haben wir das erste Mal Teilflächen der genossenschaftlichen Grünanlagen als „Wiesen für Insekten“ wachsen lassen. Neben den vielen positiven Rückmeldungen dazu gab es vereinzelte Stimmen, die sich über die vermeintlich schlechte Pflege des Rasens beschwerten. Nach entsprechender Information konnten Vorbehalte überwiegend ausgeräumt werden. Es dauert natürlich, bis sich die Natur wieder ausbreitet; hierfür bitten wir alle Anwohner um etwas Geduld.

An drei Standorten in Wohnanlagen der EWG stehen aus die Holz gefertigten, künstlichen Nist- und Überwinterungshilfen (Insektenhotels) und bieten mit ihren Füllungen aus verschiedenen Naturmaterialien, wie Holzblöcken mit Bohrlöchern, verschiedenen Zapfenarten und Pflanzenstängeln, Wildbienen, solitären Wespen, Ohrwürmern, Marienkäfern, Florfliegen und Schmetterlingen Raum, um in den Hohlräumen ihren Nachwuchs heran­zuziehen oder auch zu überwintern.