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Betriebs- und Heizkostenabrechnung 2020

Ende Oktober/Anfang November wurde den Mitgliedern und Mietern der EWG die Abrechnung der Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung für den
Abrechnungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2020 zugestellt.

Insgesamt wurden für den genannten Zeitraum 5.365,1 Tsd. Euro (Vorjahr; 5.196,2 Tsd. Euro) abgerechnet. Dies entspricht einer Steigerung von rund 169 Tsd. Euro bzw. 3,3 Prozent.

Der Anstieg der sogenannten kalten Betriebskosten ist insbesondere auf im Abrechnungszeitraum 2020 erstmalig angefallene Kosten für die Wartung der Rauchwarnmelder, verbrauchsbedingte Kostenerhöhungen im Bereich der Wasserver- und entsorgung, turnusmäßig erbrachte Leistungen des Schornsteinfegers und im Zuge der Erwei­terung des Bestandes an Aufzugsanlagen entsprechend erstmalig angefallene Wartungs- und Notrufbereitschaftskosten zurückzuführen. Darüber hinaus erfolgten Prämien- und Preisanpassungen im Bereich der Gebäudeversicherung, Gartenpflege und Gebäudereinigung.

Demgegenüber steht eine Reduzierung der Kosten der Wärmeversorgung. Bei im Vergleich zum Jahr 2019 bestandsübergreifend nahezu unveränderten Verbräuchen ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf den Wegfall turnusmäßig zu erbringender Leistungen wie der Speicherinnenrevision und der Legionellenprüfung sowie die im Abrechnungszeitraum temporär erfolgte Umsatzsteuersenkung zurückzuführen.

Bestandsübergreifend hat die Genossenschaft insgesamt Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung in Höhe von durchschnittlich 2,12 Euro/m²-Wohnfläche abgerechnet und liegt damit unter dem Niveau des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU), welcher für den gleichen Abrechnungszeitraum für seine Mitglieder in Berlin (Ost) einen Wert in Höhe von 2,43 Euro/m²-Wohnfläche (ohne Aufzug) prognostiziert. Grundlage sind die durchgeführten statistischen Erhebungen bei den BBU-Mitgliedsunternehmen, diese verwalten in Berlin einen Mietwohnungsbestand von rd. 730 Tsd. Wohnungen. Der Anteil am Berliner Mietwohnungsmarkt beträgt somit rd. 44 Prozent und insofern sind die ermittelten BBU-Vergleichswerte repräsentativ.

Die in Vorbereitung der jährlichen Abrechnungserstellung erfolgte Analyse der Vorauszahlungen im Verhältnis zu den angefallenen Kosten zeigte im Ergebnis, dass diese in ihrer Gesamtheit nach wie vor grundsätzlich kostendeckend kalkuliert sind. Ausnahme bildete der teilsanierte Gebäudebestand der Genossenschaft in Pankow. Hier wurden von Seiten der Genossenschaft auf Grundlage der individuellen Ergebnisse Anpassungen der Vorauszahlungssätze zum 1. Januar 2022 vorgenommen. Weiterführende, flächendeckende Anpassungen erfolgten nicht.

Die Genossenschaft hat mit den Versorgern für Strom und Erdgas die vertraglich vereinbarten Arbeits- und Grundpreise bis zum Ende Jahre 2022 bzw. 2023 festgeschrieben. Im Bereich der Fernwärme hat der BBU für seine Mitgliedsunternehmen im Ergebnis langwieriger Verhandlungen mit der Vattenfall Wärme AG ein Vertragswerk erarbeitet, welches die Genossenschaft im Sommer diesen Jahres unterzeichnet hat. Die vorgenannten Aspekte zeigen, dass sich die Genossenschaft im Rahmen des Risikomanagements bestmöglich aufgestellt hat, um die Auswirkungen der medial diskutierten, sogenannten „Kostenexplosion in den Wintermonaten“ zumindest abzuschwächen. Und dennoch werden mit der Umsetzung neuer rechtlicher Vorgaben wie der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und der CO2-Besteuerung zusätzliche Kosten entstehen, deren Höhe zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau abzuschätzen ist, diese aber in Zukunft eine Anpassung der Vorauszahlung notwendig machen können.

Sollten Sie auf Grund der aktuellen Entwicklungen schon jetzt eine individuelle Anpassung Ihrer Vorauszahlungen im Zuge der Abrechnung wünschen, wenden Sie sich gern an das Team Miete/Betriebskosten.

Bei Fragen zur Abrechnung der Betriebskosten und Kosten der Wärmeversorgung erreichen Sie Herrn Wenzel per E-Mail unter wenzel@ewg-pankow.de oder unter der
Telefonnummer 477006-52.