Voriger
Nächster

Infos & News

Die ordentliche Vertreterversammlung 2021

Am 27. Oktober 2021 fand die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung im Max Delbrück Communication Center (MDC.C) in Buch statt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste sie später als ge­-
plant und unter Wahrung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt werden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Schmilas, eröffnete die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung und begrüßte neben den Vertretern die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates, Herrn Zimdars, Wirtschaftsprüfer vom Prüfungsverband (BBU) und 11 Ersatzvertreter. Anschließend stellte er fest, dass die Einladung mit der Tagesordnung frist- und ordnungsgemäß zugegangen ist und die Beschlussfähigkeit
mit der Anwesenheit von 49 Vertretern gegeben war.

In seiner Rede verwies Herr Schmilas zunächst auf die Besonderheit, dass sich die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat infolge der weiterhin anhaltenden pandemischen Lage auch in diesem Jahr darauf verständigten, dass die vom Gesetzgeber eingeräumte Möglichkeit der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat Anwendung fand. Die Beschlussfassung dazu erfolgte am 19. Mai 2021 worüber die Vertreter mit Schreiben vom 26. April und vom 16. Juni 2021 zur Verschiebung der
ordentlichen Vertreterversammlung in den Herbst informiert wurden.

Den Bericht des Vorstands mit der Erläuterung des Lageberichts und des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 erstatteten die Vorstandsmitglieder, Herr Zell und Herr Luft.

Zunächst erläuterte das Vorstandsmitglied, Herr Zell, wesentliche Inhalte zum Lagebericht des Vorstands und Jahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020.
In diesem Zusammenhang wurde zum Geschäftsverlauf, insbesondere zur Entwicklung des Umsatzes, der Vermietung und Mitgliederzahlen einschließlich Geschäftsguthaben, berichtet. Zur wirtschaft­lichen Lage erfolgten zudem Erläuterungen zur Vermögens,- Finanz- und Ertragslage
sowie langfristigen Finanz- und Erfolgsplanung. Ergänzend zum laufenden Geschäftsjahr 2021 wurde über die Umsetzung zum Kauf des Wohn- und Geschäftshauses in Niederschönhausen sowie über den Ankauf einer benachbarten Teilfläche in der Damerowstraße 3 und die geplanten Neubauvorhaben zur Errichtung zusätzlicher Wohnungen, einschließlich dem Dachgeschossausbau in der Hadlichstraße 21–23a, informiert.

Zum Themenkomplex Chancen und Risiken wurde vor allem über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsbetrieb und über die Auswirkungen des Volksentscheides zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen berichtet und an dieser Stelle an das Versprechen der Politik und der Initiative erinnert, Genossenschaften von der Enteignung ausnehmen zu wollen.

Abschließend gab Herr Zell Erläuterungen zur Entwicklung der Liquidität sowie zur Entstehung bzw. Herkunft des Jahresüberschusses. Er stellte dazu fest, dass die EWG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurückblicken kann. So erzielte die EWG wiederum einen Jahresüberschuss bei einer ausgeglichenen Vermögens- und stabilen Finanzlage.

Im Anschluss informierte Herr Luft, Vorstandsmitglied, über den Teil Bau-, Moder­nisierungs- und Neubautätigkeit im Lage­bericht und erläuterte in diesem Zusammenhang die im Wirtschaftsplan (Bauprogramm) 2020/2021 getätigten und geplanten Investitionen.

Zum Neubauvorhaben in der Dolomitenstraße 47/49 berichtete er insbesondere zum aktuellen Stand und der geplanten Fertigstellung zum 31. Dezember 2021 mit einem voraussichtlichen Vermietungsbeginn zum 1. März 2022. Auch im Bauablauf zeigten sich Herausforderungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, dem Anstieg der Baukosten von etwa 30 % im Vergleich zum Bauvor­haben in der Brennerstraße und dem zunehmenden Mangel an Fachkräften. Anschließend informierte Herr Luft über den geplanten Dachgeschossausbau in der Dolomiten­straße 41–45. Der in diesem Zuge geplante nachträgliche Anbau von 12 Balkonen an Giebel- und Erdgeschosswohnungen stieß bei den Bewohnern überwiegend auf Zustimmung.

Als große Herausforderung nannte Herr Luft abschließend die für die Wohnungswirtschaft und somit auch für unsere Genossenschaft von der Politik ausgegebenen Klimaziele. Um die vorgegebenen Klimaziele zu erreichen, seien noch viele Fragen zu klären, wie z. B. zu den techni-schen Voraussetzungen, die Frage zu den zusätzlichen Kosten und letztendlich die notwendige Akzeptanz der Bewohner/Wohnungsnutzer.

Den Bericht des Aufsichtsrates erstattete dessen Vorsitzender, Herr Schmilas. Er informierte ergänzend zum vorliegenden Bericht über weitere Aufgabenstellungen, die sowohl das Jahr 2020 als auch 2021 betreffen. Er ging in seinen Ausführungen vor allem auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand in den überwiegend gemeinsamen Sitzungen und Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrates ein. So wurden gemeinsam u. a. Themen zu dem Mieten­deckel, der Enteignung großer Wohnungsunternehmen in Berlin, dem Ankauf des Wohn- und Geschäftshauses in Niederschönhausen und zu dem Grundstücks­erwerb in der Damerowstraße behandelt. Die Ergebnisse zum Jahresabschluss zeigen, dass die Genossenschaft ein gesundes
Unternehmen ist. Abschließend dankt Herr Schmilas dem Vorstand, den Mitarbeitern und Vertretern für die geleistete Arbeit.

Zum folgenden Tagesordnungspunkt ergriff Herr Zimdars vom Prüfungsverband BBU in Vertretung von Frau Schlesing das Wort, der das zusammengefasste Ergebnis der Prüfung der Genossenschaft unter Einbeziehung des Jahresabschlusses zum
31. Dezember 2019 verlas. Demnach haben die Prüfungshandlungen zusammengefasst ergeben, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat ihren gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachgekommen sind. Abschließend informierte er über das Ergebnis der gerade beendeten diesjährigen
Prüfung der Genossenschaft unter Ein­beziehung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020. Diese Prüfung habe ebenfalls ergeben, dass Vorstand und Aufsichtsrat ihren gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachgekommen sind.

In der Aussprache zu den vorgenannten Themenkomplexen meldeten sich Frau Golka, Frau Piotrowski, Frau Rubin, Herr Graviat und Herr Wollenweber-Bleiß zu Wort.

Durch die Vertreterversammlung wurden folgende Beschlüsse einstimmig gefasst:

  • Einstellung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 2.236.370,36 € in die anderen Ergebnisrücklagen
  • Kenntnisnahme des Berichts über die Prüfung der EWG Berlin-Pankow eG unter Einbeziehung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 mit dem Vortrag zum vorliegenden Ergebnis der gesetzlichen Prüfung
  • Entlastung der Vorstandsmitglieder, Herr Zell und Herr Luft, für das Geschäftsjahr 2020
  • Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2020 für
    – Herrn Maurice Schmilas (Aufsichtsratsvorsitzender)
    – Frau Ingrid Lippmann (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)
    – Herrn Nico Liebing (Schriftführer)
    – Frau Andrea Krawczyk (stellv. Schriftführerin)
    – Herrn Lutz Hoba
    – Frau Gudrun Irmschler
    – Herrn Günter Lönnig
    – Herrn Clemens Noack
    – Herrn Reinhard Walter

Zum TOP Verschiedenes informierte Herr Zell insbesondere über die Zustellung der Betriebskostenabrechnungen, die mehrheitlich Guthaben ausweisen und daher derzeit keine flächendeckende Anpassung der Vorauszahlung notwendig sei. Für die Heizperiode 2021/2022 werde eingeschätzt, dass die Heizkostenvorauszahlungen
deckend seien. Er berichtete in diesem Zusammenhang zur Vertragsgestaltung mit den Zulieferern.

In seinen Schlussworten dankte Herr Schmilas allen Teilnehmern für die konstruktive Mitarbeit und beendete um 20.10 Uhr die ordent­liche Vertreterversammlung.